Die rasante Ausbreitung des Coronavirus stellt bundesweit nicht nur den Gesundheitssektor vor immense Herausforderungen, sondern auch ganz massiv die Wirtschaft und zunehmend auch die regionale Landwirtschaft.

Am deutlichsten zeigt sich dies bei den vielen Gemüseanbaubetrieben, die nun auf Saisonarbeitskräfte verzichten müssen, die aus Sorge um mögliche Ansteckung, Reisebeschränkungen oder Grenzschließungen zu Hause bleiben. Aktuell stellt im Speziellen der Start der Spargelsaison (in der Regel Mitte April) die deutschen Landwirte vor eine große Herausforderung. Als Europas größter Erzeuger des Edelgemüses mit knapp 130.000 Tonnen [1] Spargel pro Saison, sind die hiesigen Betriebe auf die Arbeitskräfte aus dem Ausland dringend angewiesen. Im Vergleich: Spanien als zweitgrößter europäischer Produzent erzeugte im Jahr 2017 nur knapp 64.000 Tonnen Spargel.

Staatliche Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe

Laut eines Berichtes der Neuen Osnabrücker Zeitung [2] erwägt die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Angestellte aus dem Gastronomiebereich, die aufgrund der coronabedingten Schließungen ohne Beschäftigung sind, auf den Feldern aushelfen zu lassen. Ob und inwiefern sich dies realisieren lässt, bleibt erst einmal fraglich. Neben diesem „unkonventionellen Weg“ sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin den deutschen Landwirt*innen grundlegend staatliche Unterstützung zu.

Dennoch zeigen sich die Landwirtinnen und Landwirte besorgt. Bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben handelt es sich um Einzelunternehmen oder Familienbetriebe. Wie soll damit umgegangen werden, wenn Mitarbeiter*innen oder die Landwirt*in selbst krankheitsbedingt ausfallen oder unter Verdacht einer Covid-19-Infektion stehen? Wer kann die Aufgaben auf dem Hof übernehmen, wenn die Arbeitskräfte ausfallen oder vorerst in Quarantäne müssen?

Viele Fragen in Bezug auf die Covid-19-Pandemie bleiben offen

Bereits vor dem Hintergrund der digitalen Transformation sind Fragen nach einem effizienten Einsatz von Arbeitskräften und Ressourcen, des nachhaltigen Wirtschaften und der betrieblichen Zukunftssicherung von großer Relevanz für die Landwirt*innen. In den nächsten Monaten und Jahren werden diese Fragen nun vermehrt an Bedeutung gewinnen.

Wie man mit Hilfe von technischen und digitalen Arbeitshilfen sowie landwirtschaftlicher Strategie- und Geschäftsmodellentwicklung die Landwirtinnen und Landwirten und deren Agrarbetrieben in ihrer Selbstbestimmung und Zukunftssicherung unterstützen kann, ist die zentrale Frage, die uns in der Innovations- und Agrarberatung der matrix um- und antreibt. Besonders unter den aktuellen und kommenden Herausforderungen wollen wir unseren Partner*innen und Kund*innen eine verlässliche Unterstützung sein.

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Cornelius Werring
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[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/223466/umfrage/top-10-produzenten-von-spargel-weltweit/

[2] https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/2016773/wegen-corona-bleiben-saisonarbeiter-fern-gastro-arbeiter-auf-die-felder